#umwelt028-klimaschutz

Radlerrast am Aubach

Am 11. Mai 2022 wurde die „Radlerrast im Obstgarten am Aubach“ eröffnet.
Der Grüne Umweltlandesrat Stefan Kaineder, Bürgermeister Zwielehner und die Stadträte Oberwagner und Heissbauer pflanzten gemeinsam einen Baum. Tatkräftige Unterstützung beim Anpflanzen erhielten die Gartenarbeiter des städtischen Bauhofes von den Schüler*Innen mit ihrer Lehrerin Frau Cordula Breit-Menschik und der Direktorin Frau Maria Berndorfer.

Radlerrast im Obstgarten
Foto: Werner Dedl, Land OÖ

Die Schüler*Innen der Mittelschule II Ried nahmen auf Initiative ihrer Lehrerin an dem vom OÖ Umweltressort gemeinsam mit dem Klimabündnis ins Leben gerufenen Projekt „Wir tun was fürs Klima“ teil. Aus allen Einreichungen wählt eine Fachjury die fünf besten Klimaschutzprojekte aus, die mit je 1.000 bis max. 5.000 Euro Preisgeld unterstützt werden. Das Projekt der Rieder Schüler*Innen „Radlerrast im Obstgarten“ wurde unter die 5 besten Klimaschutzprojekte gereiht.

Durch den Ankauf von heimischen Obstbäumen sowie Rewisa-zertifizierten Wildsträuchern entstand im Bereich des neu angelegten Rückhaltebeckens Aubach eine, für die Region typische, Streuobstwiese. Insgesamt konnten durch das Engagement der Schüler*Innen 30 Stück alte, regionale Obstbaumsorten sowie 55 Stück bio-zertifizierte Rewisa-Wildsträucher gesetzt werden, die durch die Stadtgemeinde Ried nach Ablauf des Projekts weiter betreut werden.

Die Notwendigkeit eines Rückhaltebeckens im Bereich des Aubachs machte unter anderem das Hochwasser vom 20. Juni 2012 massiv deutlich. Das Bauwerk kann ein maximales Volumen von ca. 47.000m“ Wasser zwischenspeichern und gedrosselt abgeben. Aus Platzgründen musste das Sperrbauwerk aus Stahlbeton ausgeführt werden.

Auch mit der tatkräftigen und finanziellen Unterstützung des Ausschusses für Umwelt, öffentliche Erholungsgebete und Tierschutz der Stadtgemeinde Ried gelang ein Vorzeigeprojekt von naturnaher Integrierung eines Sperrbauwerkes zur Sicherung vor Hochwasserschäden und gleichzeitiger Gewinnung eines Naherholungsraumes für die umliegenden Bewohner*Innen.

Im Zuge dessen entstand auch ein Radweg von der Kapelle am Schweikelberg zum Bründlweg. Dieser Radweg und auch zahlreiche weitere Naherholungsrouten sind in der Freizeitkarte „Stadt trifft Land – Naherholung im Land um Ried“ ausgewiesen und laden zu einer Erkundungstour ein.

Um eine kurze Verschnaufpause einlegen und den Blick auf die Streuobstwiese genießen zu können, wurde weiters eine Bank inkl. Radständer vom Verein der Soroptimisten Ried-Innviertel gespendet.

Allein für die Errichtung des Rückhaltebeckens Aubach wurden 2.140.000,–€ projektiert. Die Kosten teilen sich zu 50%Bund, Land 40% und Stadt Ried 10%. Damit werden ca. 60 Personen und 22 Objekte vor Hochwässer bis zu einem HQ 100 Ereignis geschützt.

HQ100 – Was ist das?
Als Bemessungsgrundlage für den Hochwasserschutz dient  HQ100 – also ein 100-jährliches Hochwasser. Ein HQ100 bezeichnet ein Hochwasserereignis, das mit der Wahrscheinlichkeit von 1/100 jedes Jahr erreicht oder überschritten wird. Dies bedeutet nicht, dass ein HQ100 nur einmal alle 100 Jahre stattfindet, sondern, dass dieses statistisch gesehen 100 Mal in 10.000 Jahren stattfindet. Bei extremen Hochwassern, die über ein HQ100 hinausgehen, ist der Hochwasserschutz jedoch meist nicht ausreichend.
Quelle: https://www.hochwasserdialog.bayern.de/hw_schutz_in_bayern/hochwasserrisiko/index.htm


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