#lokalpolitik001

Lokalpolitik001

An die Guillotine mit Elmar P.?
Nein – zurück nach Ried!

Mit 20 zu 16 Stimmen hat der Rieder Gemeinderat eine gemeinsame Resolution von SPÖ, Grünen und Neos betreffend die Verteidigung von Justiz, Kirche, Wissenschaft, Verfassungsschutz und Medien gegen die Herabwürdigung durch Elmar Podgorschek beschlossen. Dieser ist ja nicht nur Mitglied der OÖ Landesregierung, sondern seit vielen Jahren Mitglied des Rieder Gemeinderates. Hier zum vollständigen Originaltext dieser Resolution (Download als PDF, 52KB). Grund für den Beschluss war diese (https://www.youtube.com/watch?v=l17C3ECjdi4) Rede des ehemaligen Rieder Vizebürgermeisters vor der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag. Der Grünspecht grübelt seit Bekanntwerden der Pogorschekschen Aussagen vergeblich darüber nach, was da bei dessen politischer Sozialisation falsch gelaufen sein kann. Eines ist sicher: In Ried kann dieser Fehler nicht passiert sein.

Bild: Bezirkshauptmannschaft Ried, Stadtpfarrkirche, Landes- u. Bezirksgericht Ried

Podgorschek, Spross einer Rieder Kaufmannsfamilie, die im Turnverein, in der Germania und in der FPÖ generationenübergreifend aktiv war, ist aus seinen aktiven Jahren als Rieder Kommunalpolitiker den Mitbürgern als sachorientiert und besonnen in Erinnerung – „Elmar“ halt. Weder an den Stammtischen noch in den Bierzelten in und um Ried war von Elmar je zu vernehmen, dass er die Richter des Landes- oder des Bezirksgerichtes Ried als „links gepolt“ einstufte. Da hätte der eine oder andere Bundes- oder Farbenbruder in der Richterschaft auch ziemlich gestaunt. Über Inhalte der Rieder Rundschau, der OÖN oder der OÖ Krone konnte man mit Elmar diskutieren, ohne dass sie ihm „jenseits von links“ vorgekommen sind. Und der Monsignore Stadtpfarrer hatte sicher keinen „Linksdrall“, bei dem Elmar „Bauchweh bekommen“ hat.

Viele Rieder waren vollkommen perplex, dass Elmar vor der AfD Thüringen solch ein persönliches Weltbild geoutet hat. Und dass er außerdem den ORF „neutralisieren“ und eine „Zelle im Verfassungsschutz austrocknen“ will.

Der Grünspecht hat über die Jahre Elmars persönlichen „Marsch durch die Institutionen“ beobachtet und ist sich sicher: Solchen Unsinn kann Elmar nur in der Großstadt aufgeschnappt haben. Spätestens als parlamentarischer Budgetsprecher der FPÖ muss er dem positiven politischen Klima seiner Heimat derart entrückt sein, dass er seine frühen kommunalen politischen Prägungen verdrängt hat.

Elmar ist vollkommen zu Unrecht der Meinung, die Grünen würden ihn „an die Guillotine schicken, wenn sie könnten“. Der Grünspecht hat einen viel besseren Vorschlag zur weltanschaulichen Genesung: Zurück in die Rieder Kommunalpolitik! Da würden ihm solche Reden wie jene in Thüringen schnell vergehen. Und in Ried kann Elmar auch wieder „den Schwarzen trauen“, obwohl bei der geheimen Abstimmung im Rieder Gemeinderat über die gemeinsame Resolution gegen seine Aussagen erfreulicherweise mehr als die Hälfte der ÖVP Mandatare mitgestimmt haben müssen. Sonst hätte sie keine Mehrheit von 20 zu 16 bekommen.