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Freizeitbad:
Pizza- und Steak-Genuss nur in Badehose.

Die Besucher staunen über die wunderschöne Bäder- und Saunalandschaft des neu eröffneten Freizeitbades. Und sie staunen über das großzügig dimensionierte Restaurant. Allerdings nicht nur über dessen umfangreiches Speisen- und Getränkeangebot. Am meisten wird gestaunt darüber, dass das Restaurant nur für Bade- und Saunagäste zugänglich ist. Überraschung: Von außen kann man nicht in den Gastronomiebereich des neuen Freizeitbades! Warum das so geplant und gebaut wurde, ist nicht nur dem Grünspecht ein Rätsel.

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Bild: Grünspecht

Das alte Hallenbadrestaurant hatte viele Freunde. War es die exzellente Küche, das umfangreiche Salatbuffet, das Pizza-Angebot? Zahlreiche Gäste fuhren jedenfalls „nur“ zum Essen und Trinken ins alte Hallenbad. Auch das neue Freizeitbad würde eigentlich laut Website seine Besucher mit „Schlemmen“ am offenen Kamin locken, und „ausgewählte Köstlichkeiten im gemütlichen Ambiente unseres zentral gelegenen Gastronomiebereichs mit eigener Küche“ bieten. Tatsächlich: Gemütlich, eine bestens ausgestattete Großküche, Restaurant, Bar und eine ambitionierte Speisekarte. Das Problem: „Nur“ Essen und Trinken im neuen Restaurant so wie früher im alten Hallenbad funktioniert nicht. Der Grund: Man kommt in den Gastronomiebereich des neuen Freizeitbades von außen – als bloßer Restaurantgast – gar nicht hinein.

Betreiber des Rieder Freizeitbades ist die Stadt Ried selbst. Die Stadt Ried verpachtet auch das neue Freizeitbad-Restaurant nicht, obwohl dies im ursprünglichen Betriebskonzept so angedacht war. Es wird dort auf Rechnung der Stadt Ried gekocht und serviert. Niemand kann natürlich von einem Betreiber eines öffentlichen Bades verlangen, damit Gewinne zu erzielen. Aber: je höher die Restaurantumsätze, desto niedriger sollte das jährliche Defizit des Freizeitbades insgesamt ausfallen. Meint zumindest der Grünspecht. Und ist deshalb der Frage nachgegangen, warum entschieden wurde, dass das tolle neue Restaurant mit seinem großen Parkplatz, seiner neuen Küche und seiner gemütlichen Bar nur von Bade- und Saunagästen frequentiert werden kann? Der Gemeinderat wurde bei der Beschlussfassung des Raumprogramms lediglich darüber informiert, dass man aus Kostengründen auf einen internen Buffetbetrieb setzt und von einer externen Gastronomie absieht. Dadurch wird auf Umsatz von Gästen, die „nur“ zum Essen oder Trinken kommen würden, verzichtet. Ob das klug war, wird die Zukunft weisen. Dieser Gastronomiebereich ist jedenfalls sehr viel mehr als ein Badbuffet. Schade um das hohe Potential an Mittags- oder After-Work-Gästen der im Umfeld des Freizeitbades liegenden Betriebe und Schulen!

Bild: Grünspecht