#zukunft-trinkwasser-innviertel020

PFOA und PFOS – „Ja mei“

PFOA und PFOS – „Ja mei“

Kämpft man also in Burghausen seit Jahren mit mäßigem Erfolg gegen Nitrat im Wasser, so plagen ganz andere Stoffe nicht nur mehrere Nachbargemeinden von Burghausen, sondern ganze Regionen in Ostbayern: PFOA und PFOS, PerFluorOctanSäure und PerFluorOctanSulfonSäure.

PFOA. „Chemie im Blut“ titelt das Zeit ONLINE Magazin am 25.01.2018 und diese Reportage befasst sich mit „Vorkommnissen, die Behörden in der Regel kategorisch ausschließen“, nämlich mit der Tatsache, dass das örtliche Trinkwasser über Jahre mit der Chemikalie PFOA verunreinigt wurde. PFOA wird in der kunststoffproduzierenden Industrie verwendet – u. a. zur Herstellung von Teflon-Pfannen – und ist ab 2020 in der EU verboten. Doch bis 2008 wurde PFOA im nahegelegenen Chemiepark Gendorf (Gemeinde Burgkirchen an der Alz) eingesetzt und von dort gelangte der Stoff über den Fluss Alz und den Feinstaub in der Luft in den Boden, dann ins Grundwasser, ins Trinkwasser und schließlich ins Blut der Einwohner, die sich nun fragen: „Kann man davon Krebs bekommen? Schadet die Chemikalie im Körper der Gesundheit? Sollen Mütter ihre Babies noch stillen?“ „#zukunft-trinkwasser-innviertel020“ weiterlesen

#zukunft-trinkwasser-innviertel019

Über wasser und Grenzen

Über Wasser und Grenzen

Westlich vom Kobernaußerwald und westlich von Eggelsberg liegt der Weilhartsforst. Und westlich vom Weilhartsforst liegt die Stadt Burghausen mit der längsten Burg der Welt. Und noch weiter westlich liegt Burgkirchen an der Alz. Die Salzach bildet hier die Grenze zwischen dem Bezirk Braunau und dem Landkreis Altötting und somit zwischen Österreich und Bayern.

Und was die AMAG für Braunau und WACKER für Burghausen, das bedeutet GENDORF für Burgkirchen: Diese Unternehmen zählen zu den größten Arbeitgebern in der Region. Das ist die eine Seite. „#zukunft-trinkwasser-innviertel019“ weiterlesen

#zukunft-trinkwasser-innviertel018

Go West?

Go West?

Angesichts der eindeutigen Zahlen beim gegenwärtigen und künftigen Wasserverbrauch könnte man fast den Eindruck gewinnen, der Norden und Osten des Kobernaußerwaldes sei ein wirtschaftliches Notstandsgebiet und es sei nicht klar, wohin die Reise der Gemeinden dieser Region gehe. Go west! Wäre das eine Option?

„Trinkwasser als Standortfaktor für Gemeinden!“ lautete der Titel des „Trinkwasserdialogs“ am diesjährigen Weltwassertag (22. März) in den Redoutensälen in Linz. Eingeladen hatte „Wasser-Landesrat“ Elmar Podgorschek, der mit dieser Veranstaltung „die Stakeholder zu diesen Themen“ an einen Tisch bringen wollte. „#zukunft-trinkwasser-innviertel018“ weiterlesen

#zukunft-trinkwasser-innviertel017

Im Westen viel Neues

Im Westen viel Neues

Waren es mehr als 40 Gemeinden, über deren Flächen sich der 916 km² große Einzelgrundwasserkörper Kobernaußerwald Hausruck erstreckt, so sind es nun nur noch 16, die von den Autoren des „Technischen Endberichts“ in das Bearbeitungsgebiet der Grundwasservorrangfläche Kobernaußerwald aufgenommen wurden. Zwei weitere stammen aus der nördlich von Schalchen, zuvor in elf Gemeinden gelegenen und mittlerweile aufgelösten Grundwasservorrangfläche Eichwald.

Neben Waldzell, Lohnsburg und Mettmach aus dem Bezirk Ried sind dies die Gemeinden Mattighofen, Munderfing, Lengau, Schalchen, Maria Schmolln, St. Johann am Walde, Aspach, Höhnhart, Moosbach und Helpfau-Uttendorf im Bezirk Braunau sowie Redleiten, Frankenburg, Pfaffing, Fornach, Pöndorf und Frankenmarkt im Bezirk Vöcklabruck. „#zukunft-trinkwasser-innviertel017“ weiterlesen

#zukunft-trinkwasser-innviertel016

„Wieviel Wasser wollt ihr denn noch schützen?“

„Wieviel Wasser wollt ihr denn noch schützen?“

„Wieviel Wasser wollt ihr denn noch schützen?“ Diese provokante Frage stellte nicht etwa ein ahnungsloser Politiker, sondern – so erinnert sich ein hochrangiger Mitarbeiter im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung anlässlich eines Gesprächs zwischen Vereins- und Gemeindevertretern und „Wasser-Landesrat“ Elmar Podgorschek – ein Mitbewerber aus der Schotter-Branche.

Diese Frage war aber nicht das einzige Statement, das bei manchen der Gesprächsteilnehmer Irritationen auslöste. Auch der Hinweis, dass es neben uns (Verein ZUKUNFT WALDZELL, Gemeinde, Anm.) auch noch die „andere Seite“ gäbe und diese Seite andere Interessen verfolge, verstörte – und befreite zugleich, denn auf die Frage, wer denn mit der „anderen Seite“ gemeint sei, antwortete er ganz offenherzig: „Die Wirtschaft.“ Und auf unser Drängen, ob er diese Aussage präzisieren könne, meinte er wortwörtlich: „Die Schotterbarone!“
Damit haben wir es quasi amtlich, was ohnehin jeder halbwegs informierte Bürger und jede Bürgerin weiß: Politische Entscheidungen werden nicht ausschließlich auf Basis von Sachlichkeit getroffen! Lobbyismus gibt es auf allen Ebenen der Politik, von der Gemeinde bis zur EU. „#zukunft-trinkwasser-innviertel016“ weiterlesen