#zukunft-trinkwasser-innviertel015

„Global denken und lokal handeln“

„Global denken und lokal handeln“

„Wir leben in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, gewohnte und vertraute Strukturen verschwinden und eine Tendenz zu großen Einheiten ist auch im Bereich der Wasserversorgung feststellbar. Eine Analyse zeigt allerdings, dass gerade große, gut geführte Unternehmen, die ersten Übernahmekandidaten für Investoren oder noch größere Unternehmen sind. Nicht alle der sich abzeichnenden Entwicklungen werden von allen Betroffenen einhellig begrüßt.“

Global denken und lokal handeln
Bild: „Global denken und lokal handeln“.

DI Wolfgang Aichlseder, Geschäftsführer von OÖ Wasser, dem Dachverband der mehr als tausend oberösterreichischen Wasserversorgungsgenossenschaften, ist außerdem überzeugt: „Wenn Entscheidungen immer weniger auf lokaler Ebene mitbestimmt, sondern von woanders diktiert werden, führt dies zu einem Verlust von Demokratie und Solidarität. Wassergenossenschaften sind – seit über 70 Jahren – ein unverzichtbares Modell, wie mündige Bürger ihre berechtigten lokalen Interessen in die Hand nehmen und nach guten ökologischen Grundsätzen global denken und lokal handeln.“
„Diese einzigartige Struktur“, betonen in einer Aussendung vom 11.03.2015 der ehemalige Landeshauptmann Josef Pühringer und Landesrat Rudi Anschober, „macht Oberösterreich unangreifbar gegenüber einem Ausverkauf der Wasserstruktur, schafft günstige Preise und sichert eine hohe Qualität der Versorgung mit gesundem Trinkwasser wie in nur wenigen anderen Regionen der Welt.“ Und Landeshauptmann Thomas Stelzer ergänzt 2016 anlässlich der 70 Jahr Feier von OÖ Wasser: „Dem Land Oberösterreich und mir im Besonderen ist es ein großes Anliegen, die vielen ehrenamtlichen Leistungen für unsere Gesellschaft zu unterstützen.“
Damit werden auch die im Jahr 2005 vom Landtag beschlossenen Grundlinien der Landesstrategie „Zukunft Trinkwasser“ bekräftigt, die da – auszugsweise – lauten:

    • „Die Versorgung der Bevölkerung ist als Angelegenheit der Daseinsvorsorge auch in Zukunft Aufgabe und Kernkompetenz der Gemeinden.
    • Das Land OÖ stärkt aktiv die Gemeinden, Genossenschaften und Verbände zum langfristigen Erhalt ihrer Selbstverantwortung, ihrer freien Entscheidungsmöglichkeit und dauerhaften Einflussmöglichkeit sowie ihrer Steuerungsmöglichkeiten im Bereich der Trinkwasserversorgung.
    • In wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht wird die Trinkwasserversorgung vom Grundsatz der Gemeinnützigkeit getragen.
    • Auch in Katastrophen-, Krisen- und Notfällen ist eine Trinkwasserversorgung im notwendigen Ausmaß sicherzustellen.
    • Genusstaugliches Trinkwasser ist das zentrale Landesinteresse.
    • Flächendeckender Grundwasserschutz zur vorsorglichen Sicherung der Grundwasserqualität sowie der besondere Schutz von Trinkwasserversorgungsanlagen durch Schutz- und Schongebiete sowie wasserwirtschaftlicher Rahmenverfügungen werden aktiv betrieben.“

Wolfgang Pirker