{"id":113,"date":"2018-04-15T17:29:02","date_gmt":"2018-04-15T15:29:02","guid":{"rendered":"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/?p=113"},"modified":"2018-04-15T17:34:31","modified_gmt":"2018-04-15T15:34:31","slug":"zukunft-trinkwasser-innviertel008-geologie-des-kobernausserwaldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/2018\/04\/15\/zukunft-trinkwasser-innviertel008-geologie-des-kobernausserwaldes\/","title":{"rendered":"#zukunft-trinkwasser-innviertel008-geologie-des-kobernau\u00dferwaldes"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-114\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.1.1.jpg\" alt=\"Trinkwasser008\" width=\"850\" height=\"530\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.1.1.jpg 850w, https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.1.1-300x187.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.1.1-768x479.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<h1>Zur Geologie des Kobernau\u00dferwaldes.<\/h1>\n<h3>Neben der Frage, wer eigentlich die Entscheidungen \u00fcber die Eignung von Fl\u00e4chen f\u00fcr den Abbau von Schotter, das Deponieren von M\u00fcll oder den Schutz des Grundwassers und damit m\u00f6glicherweise \u00fcber die Zukunft einer Gemeinde oder einer Region trifft, interessiert uns noch die Frage nach den Grundlagen dieser Entscheidungen. Und auch dabei finden wir uns immer wieder im Dickicht von vielen \u201ePapieren\u201c, die \u2013 nach unserer Einsch\u00e4tzung \u2013 eigentlich alle wichtig sind.<\/h3>\n<p><!--more--><br \/>\nDoch egal, ob diese Papiere (Richtlinien, Leitlinien, Gesetze, Verordnungen, Erl\u00e4sse usw.) von der EU oder vom Umweltbundesamt stammen, vom Umweltdachverband oder von irgendeinem Ministerium \u2013 wir landen in diesen F\u00e4llen immer wieder beim Ergebnis, dass diese Papiere das Geld nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Sie haben f\u00fcr die entscheidenden Personen und Institutionen keine gro\u00dfe Bedeutung.<br \/>\nDie wirklich wichtigen Papiere \u2013 so unser Eindruck &#8211; sind immer die vom Land, vor allem die jeweils aktuellen. Und gerade zu diesen haben wir oft erst versp\u00e4tet Zugang oder wissen manchmal gar nichts von deren Existenz. Das gilt auch f\u00fcr den \u201eTechnischen Endbericht \u00fcber Grundwasservorrangfl\u00e4chen zur Sicherung der Trinkwasservorkommen im Kobernau\u00dferwald&#8221; von Juni 2016, herausgegeben vom Amt der O\u00f6. Landesregierung, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung Grund- und Trinkwasserwirtschaft.<br \/>\nWas man darin zu lesen bekommt, ist Stoff zur Beunruhigung f\u00fcr die Region im Norden und Osten des Kobernau\u00dferwaldes. Dazu geh\u00f6rt auch die Gemeinde Waldzell.<br \/>\n<figure id=\"attachment_116\" aria-describedby=\"caption-attachment-116\" style=\"width: 842px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-116\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.3.jpg\" alt=\"Trinkwasser008\" width=\"842\" height=\"519\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.3.jpg 842w, https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.3-300x185.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/gastbeitraege\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/04\/trinkwasser008.3-768x473.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-116\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Schongebiet Nr. 13 &#8211; Der zweigeteilte Grundwasserk\u00f6rper Kobernau\u00dferwald<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Da hei\u00dft es etwa, dass die Basis des Grundwasserk\u00f6rpers im Kobernau\u00dferwald und in den angrenzenden Tallandschaften der grundwasserstauende Schlier sei. Das ist nichts Neues. Neu ist jedoch die u.a. durch RAG-Tiefbohrungen gewonnene Erkenntnis, dass der \u201eneue Schlierreliefplan\u201c eine von Ost nach Westnordwest abfallende Oberfl\u00e4che zeigt. Der H\u00f6henunterschied soll 180 m betragen und dazu beitragen, dass das Grundwasser \u201e\u00fcber viele Kilometer und mit gro\u00dfer Grundwasserm\u00e4chtigkeit nach S\u00fcden und Westen abflie\u00dft.\u201c Im Norden und Osten dagegen zwingt der h\u00f6here Schliersockel das Grundwasser viel fr\u00fcher zum Austritt an die Oberfl\u00e4che.<br \/>\nDiese geologisch-hydrogeologische Situation gilt nun nach Ansicht des Autors dieses Berichts, DI Rudolf Szewieczek von der Firma Fl\u00f6gl Hydro Consulting Engineers, als Ursache daf\u00fcr, \u201edass es im Norden und Osten des Kobernau\u00dferwaldgebietes keine gr\u00f6\u00dferen Grundwasservorkommen gibt und sich ein geschlossener und ergiebiger Grundwasserk\u00f6rper nur nach Westen und S\u00fcden zu ausbilden kann, was auch ma\u00dfgebend f\u00fcr die gew\u00e4hlte Ausweisung der gegenst\u00e4ndlichen GWVF war bzw. daf\u00fcr, dass der n\u00f6rdliche und \u00f6stliche Kobernau\u00dferwaldbereich nicht mehr in diese Grundwasservorrangfl\u00e4che einbezogen wurde.\u201c Das hei\u00dft nun nicht mehr und nicht weniger, dass die erst wenige Jahre zuvor in der Raumeinheit 25 ausgewiesenen \u201egro\u00dffl\u00e4chigen und gro\u00dfvolumigen\u201c Grundwasservorkommen nicht mehr als sch\u00fctzenswert betrachtet werden, da es sie ja gar nicht gibt.<\/p>\n<p>Wolfgang Pirker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geologie des Kobernau\u00dferwaldes. 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