{"id":72,"date":"2018-03-05T08:28:39","date_gmt":"2018-03-05T07:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/?p=72"},"modified":"2023-02-12T16:54:36","modified_gmt":"2023-02-12T15:54:36","slug":"geothermie003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/2018\/03\/05\/geothermie003\/","title":{"rendered":"#geothermie003"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-73\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.1.jpg\" alt=\"geothermie003.1\" width=\"850\" height=\"531\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.1.jpg 850w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.1-300x187.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.1-768x480.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<h1>Geothermie Ried: Neue Fakten und Hintergr\u00fcnde.<\/h1>\n<h3>Aufmerksame Leser der Ober\u00f6sterreichischen Nachrichten und des Gr\u00fcnspechts werden sich beim Lesen der Stories \u00fcber die Millionenhavarie bei der Fernw\u00e4rme-Bohrung in Mehrnbach gewundert haben: Fast eine Million Euro klafft zwischen dem \u00f6ffentlich eingestandenen Schaden der Geothermie <a href=\"http:\/\/www.nachrichten.at\/oberoesterreich\/innviertel\/Nach-Panne-mit-1-3-Millionen-Euro-Schaden-Neue-Geothermiebohrung;art70,2816920\">(O\u00d6N vom 16. Feb. 2018)<\/a> und den Gr\u00fcnspecht Recherchen (<a href=\"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/2018\/02\/02\/geothermie001\/\">#geothermie001<\/a>). Sind es \u201enur\u201c 1,3 Millionen oder doch 2,2 Millionen Euro? Der Gr\u00fcnspecht hat tiefer gebohrt und ist auf weitere interessante Fakten und Details gesto\u00dfen. Und er ist der Frage nachgegangen, warum es f\u00fcr die Rieder B\u00fcrger wissenswert ist, wie viele Millionen im Bohrloch der Geothermie nun tats\u00e4chlich versenkt wurden. Sie sind n\u00e4mlich mit fast 60 % Mehrheitseigent\u00fcmer dieser Unternehmung.<\/h3>\n<p><!--more--><\/p>\n<figure id=\"attachment_74\" aria-describedby=\"caption-attachment-74\" style=\"width: 856px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-74\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.2.jpg\" alt=\"geothermie003\" width=\"856\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.2.jpg 856w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.2-300x130.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie003.2-768x332.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Gr\u00fcnspecht &#8211; Geothermie Bohrplatz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Irgendwer d\u00fcrfte sich verrechnet haben. Entweder die Anw\u00e4lte der Geothermie, die bei Gericht einen Schaden in H\u00f6he von 2,2 Millionen Euro geltend gemacht haben. Oder die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Energie Ried, die den Verlust ihrer Fernw\u00e4rmetochter aus der Havarie und dem Konkurs der Bohrfirma \u00f6ffentlich mit 1,3 Millionen Euro beziffert. Wer auch immer richtig liegt, kann dahingestellt bleiben. Die bei Gericht aufliegende Schadensliste liegt dem Gr\u00fcnspecht mittlerweile vor. Sie enth\u00e4lt Zahlen und Fakten, aus denen sich ableiten l\u00e4sst, wie gro\u00df die Probleme der Geothermie sein d\u00fcrften. Probleme, die \u00fcber den Millionenschaden durch die Bohrhavarie hinausgehen.<\/p>\n<p>Die Zahlen und Fakten aus der Schadensaufstellung sind n\u00e4mlich durchaus aufschlussreich.<br \/>\nDa sind zun\u00e4chst die gesch\u00e4tzten Kosten f\u00fcr das Verschlie\u00dfen des schadhaften Bohrlochs, die von der Geothermie getragen werden m\u00fcssen. Diese wurden bei Gericht mit 315.000 Euro beziffert. An die Bohrfirma, die den Bohrschaden verursachte und in der Folge in Konkurs ging, wurden von der Geothermie Teilrechnungen bezahlt. Laut Aufstellung bei Gericht immerhin \u00fcber 600.000 Euro. Diese Zahlungen sind durch den Konkurs der Bohrfirma verloren.<br \/>\nDas Vergabeverfahren, das mit dem Zuschlag an die sp\u00e4ter insolvente Bohrfirma endete, lief anscheinend nicht ganz reibungslos. Das kann zumindest angenommen werden, wenn man die bei Gericht von der Geothermie eingereichten Kosten f\u00fcr dieses Vergabeverfahren betrachtet. Insgesamt immerhin rund 350.000 Euro. Nat\u00fcrlich ebenfalls verloren, weil neu ausgeschrieben wurde und ein neues Vergabeverfahren erfolgen muss.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Gr\u00fcnspechts besonders spannend ist der Betrag von 290.000 Euro, der sich ebenfalls in der Geothermie-Aufstellung f\u00fcr das Gericht findet. Mit diesem Betrag beziffert die Geothermie die Kosten des Zuheizens mit Gas im letzten Winter 2016\/17. Gleichzeitig weist der Fernw\u00e4rmebetreiber aber darauf hin, dass aktuell ein deutlich h\u00f6herer Anschlussgrad an Abnehmern vorliegt. Neu angeschlossen sind beispielsweise die Firma Wintersteiger, das Freizeitbad, die Alten- und Pflegeheime 1 und 2 und die Musikschule. Dem Gr\u00fcnspecht wird Angst und Bang bei der Vorstellung, welche Mengen an Gas im heurigen eisigen Februar verheizt werden m\u00fcssen. Aus dem ebenso einfachen wie tragischen Grund, weil das gef\u00f6rderte Wasser zu kalt ist, um die geplante Heizleistung f\u00fcr die Fernw\u00e4rmeleitungen zu erzielen.<\/p>\n<p>Traurige Tatsache ist jedenfalls: Die Summe der gerichtlichen Schadensaufstellung der Geothermie ergibt tats\u00e4chlich 2,2 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Aber auch die von der Geothermie \u00f6ffentlich in den O\u00d6N genannten 1,3 Millionen Euro w\u00e4ren f\u00fcr die Stadt und damit f\u00fcr alle Rieder B\u00fcrger ein herber Verlust. Warum das so ist, zeigt ein Blick auf die Eigent\u00fcmerstruktur der \u201eGRB Geothermie Ried Bohrung GmbH\u201c, so der vollst\u00e4ndige Name des Unternehmens. Die GRB Geothermie Ried Bohrung GmbH steht zu 95 % im Eigentum der Energie Ried W\u00e4rme GmbH. Diese Gesellschaft wiederum hat zwei Gesellschafter. Die Energie Ried GmbH h\u00e4lt 60 % der Gesellschaftsanteile, die restlichen 40 % geh\u00f6ren einer Tochterfirma der Energie AG. Damit ist also die Energie Ried GmbH knapp 60 %iger Eigent\u00fcmer der Geothermie. Die Energie Ried GmbH selbst geh\u00f6rt zu 100 % der Stadt Ried. Damit ist es aus Sicht der Rieder B\u00fcrger durchaus wissenswert, ob bei der fehlgeschlagenen dritten Bohrung eine Million Euro mehr oder weniger versenkt wurde. Und ob es jemals gelingen wird, Wasser zu f\u00f6rdern, das hei\u00df genug ist, um auf das Zuheizen mit teurem und umweltbelastendem Gas verzichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geothermie Ried: Neue Fakten und Hintergr\u00fcnde. Aufmerksame Leser der Ober\u00f6sterreichischen Nachrichten und des Gr\u00fcnspechts werden sich beim Lesen der Stories \u00fcber die Millionenhavarie bei der Fernw\u00e4rme-Bohrung in Mehrnbach gewundert haben: Fast eine Million Euro klafft zwischen dem \u00f6ffentlich eingestandenen Schaden der Geothermie (O\u00d6N vom 16. Feb. 2018) und den Gr\u00fcnspecht Recherchen (#geothermie001). 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