{"id":44,"date":"2018-02-02T16:31:19","date_gmt":"2018-02-02T15:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/?p=44"},"modified":"2023-02-12T16:54:37","modified_gmt":"2023-02-12T15:54:37","slug":"geothermie001","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/2018\/02\/02\/geothermie001\/","title":{"rendered":"#geothermie001"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie001.jpg\" alt=\"geothermie001\" width=\"960\" height=\"600\" class=\"alignnone size-full wp-image-40\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie001.jpg 960w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie001-300x188.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/geothermie001-768x480.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<h1><strong>Geothermie Ried: Millionenschaden<\/strong><\/h1>\n<h3>Unter keinem guten Stern scheinen die seit Jahren laufenden Arbeiten an der gr\u00f6\u00dften Geothermie \u00d6sterreichs zu stehen: Nach den Problemen mit der Therme Bad F\u00fcssing im Jahr 2013 kam es vor wenigen Wochen bei der f\u00fcr das Projekt so wichtigen dritten Bohrung zu einem schweren Schadensfall. Die Geothermie k\u00f6nnte auf Kosten in H\u00f6he von mehr als 2 Millionen Euro sitzen bleiben.<\/h3>\n<p>Die Geothermie versorgt weite Teile der Stadt Ried und der Nachbargemeinde Mehrnbach mit Heizenergie durch Hei\u00dfwasser aus einem unterirdischen Hei\u00dfwassersee. Das Projekt wird zu 95% gemeinsam von der Energie Ried und der Energie AG O\u00d6 betrieben. Aus Um-weltschutzsicht h\u00e4tte sich dieses nachhaltige Fernw\u00e4rmeprojekt nach Meinung des Gr\u00fcn-spechts in Zeiten wie diesen nur positive Nachrichten verdient. Der Schadstoffaussto\u00df beim Heizen mit fossilen Energietr\u00e4gern wird immer mehr zum Problem.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<figure id=\"attachment_42\" aria-describedby=\"caption-attachment-42\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gruenspecht.at\/test\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/Geothermie-totes-Bohrloch.jpg\" alt=\"Totes Bohrloch\" width=\"900\" height=\"600\" class=\"size-full wp-image-42\" srcset=\"https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/Geothermie-totes-Bohrloch.jpg 900w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/Geothermie-totes-Bohrloch-300x200.jpg 300w, https:\/\/gruenspecht.at\/beitrag\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/03\/Geothermie-totes-Bohrloch-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-42\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Gr\u00fcnspecht &#8211; Totes Bohrloch<\/figcaption><\/figure><br \/>\nDie Realit\u00e4t des mutigen Projekts ist leider eine andere: In regionalen Medien wurden bereits mehrfach die Probleme der Geothermie thematisiert. Die Bezirksrundschau berichtete 2013 \u00fcber Konflikte mit Bad F\u00fcssing. Grund: Druckverluste beim Hei\u00dfwasser in der bayrischen Therme. Laut O\u00d6N h\u00e4ngen die hei\u00dfen F\u00fcssinger Quellen am selben unterirdischen Hei\u00df-wassersee wie die bestehende Bohrung der Rieder Fernheizzentrale. Die O\u00d6N berichteten 2014 auch \u00fcber m\u00f6gliche 107 statt der erzielten 92 Grad bei der Hei\u00dfwasserf\u00f6rderung, die wegen der Druckverluste in Bad F\u00fcssing nicht erreicht wurden; und \u00fcber die von der Ge-othermie angedachte m\u00f6gliche L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem: die dritte Bohrung. Geplante Kosten dieser Bauma\u00dfnahme nach Gr\u00fcnspecht-Informationen: 3,6 bis 5,1 Millionen Euro, je nach Ausbaustufe.<\/p>\n<p>Die lange und aufw\u00e4ndig vorbereitete Tiefenbohrung wurde im Dezember 2016 bei einem Spezialunternehmen in Auftrag gegeben und konnte im Juli 2017 endlich beginnen. Der Vor-trieb des Spezialbohrers sollte in den Hei\u00dfwassersee in mehr als 2000 m Tiefe erfolgen. Diesmal sollte \u2013 so der in den O\u00d6N verk\u00fcndete Plan &#8211; Wasser ohne Druckverluste f\u00fcr Dritte und in deutlich h\u00f6herer Temperatur an die Oberfl\u00e4che gepumpt werden. Durch das Hei\u00df-wasser aus dieser dritten Bohrung sollte auch erreicht werden, dass im Winter im Heizwerk nicht weiter mit Erdgas zugeheizt werden muss. Die Gaskosten dieser Zusatzheizung alleine in der Heizsaison 2017\/18 betragen laut interner Berechnung der Geothermie immerhin knapp \u20ac 300.000,&#8211;. Bereits aus dieser Zahl kann man ableiten, wie wichtig ein Erfolg der dritten Bohrung gewesen w\u00e4re. Wirtschaftlich und umwelttechnisch.<\/p>\n<p>Doch es sollte nicht sein: Im September 2017, nur wenige Wochen nach Beginn der Bohrarbeiten, kam es zu einem Schaden. In rund 550 Meter Tiefe drang durch einen Fehler der Bohrfirma Zement in das neu verlegte Rohr \u2013 die Baustelle stand still.<\/p>\n<p>Die O\u00d6N haben \u00fcber die Folgen dieser Havarie berichtet: Die Bohrfirma musste beim Landesgericht Ried Konkurs anmelden, das Unternehmen ist mittlerweile geschlossen. Im Insolvenzverfahren der Bohrfirma hat nun die Geothermie den Schaden, der ihr durch diesen Bohrunfall entstanden ist, geltend gemacht: Insgesamt mehr als 2,2 Millionen Euro ergibt die Summe aus der Schadensrechnung. Die Geothermie muss das schadhafte Bohrloch n\u00e4mlich aufgrund gesetzlicher Vorgaben wieder auf eigene Kosten verschlie\u00dfen. Dazu kommt das verlorene Geld, das die Geothermie in die dritte Bohrung investiert hat. Und nicht zu vergessen: Der Mehraufwand f\u00fcr das weiter notwendige Zuheizen mit Erdgas. Tatsache ist: Der Heizbedarf f\u00fcr die Geothermie steigt laufend. Immer mehr Rieder Haushalte und Gro\u00dfbetriebe schlie\u00dfen sich dem neu verlegten Fernw\u00e4rmenetz an.<\/p>\n<p>Traurige Tatsache leider auch: Die 2,2 Millionen Euro Schaden der Geothermie werden wohl nur zu einem Bruchteil im Konkurs gedeckt sein. Noch trauriger: Die Kosten f\u00fcr eine neue dritte Bohrung sind in dieser Summe noch gar nicht enthalten. Zur Erinnerung: Budgetiert waren f\u00fcr diese 3,6 bis 5,1 Millionen Euro \u2013 vor dem Bohrunfall.<\/p>\n<p>Nicht nur aus Umweltschutzgr\u00fcnden kann man hoffen, dass bei dem f\u00fcr die ganze Region so wichtigen Bauvorhaben ab sofort \u00fcber keine weiteren Hiobsbotschaften mehr berichtet werden muss: Die Energie Ried als wesentlicher Eigent\u00fcmer und Betreiber der Geothermie geh\u00f6rt der Stadt Ried. Am Ende sind es deshalb haupts\u00e4chlich Gelder der \u00f6ffentlichen Hand, die durch eine Bohrhavarie versenkt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geothermie Ried: Millionenschaden Unter keinem guten Stern scheinen die seit Jahren laufenden Arbeiten an der gr\u00f6\u00dften Geothermie \u00d6sterreichs zu stehen: Nach den Problemen mit der Therme Bad F\u00fcssing im Jahr 2013 kam es vor wenigen Wochen bei der f\u00fcr das Projekt so wichtigen dritten Bohrung zu einem schweren Schadensfall. 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